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Seelsorgebereiche

Letzte Änderung: 28. November 2019

Im Zuge der kirchlichen Strukturveränderungen in der Region werden in Zukunft die Seelsorgebereiche neu aufgeteilt.

Hier werden Sie den jeweiligen Planungsstand erfahren können.

Zur Zeit sind in dem neuen Bereich der zwanzig Kirchen offiziell noch fünf Pfarrerinnen bzw. Pfarrer angestellt und damit fünf Seelsorgebezirke vorhanden. Zwei davon sind vakant.

In den aktuellen Gemeindenachrichten schreibt Pfarrer Dr. Sven Petry:

 

Großes Kirchspiel – Und jetzt?

2015 kamen die ersten Konzeptpapiere für größere Gemeindestrukturen in der Landeskirche auf den Tisch. 2016 gab es erste Überlegungen und Gespräche, wie das bei uns in der Region konkret aussehen könnte. 2017 beschloss die Landessynode, ein weiteres Jahr zu diskutieren. 2018 waren die rechtlichen Rahmenbedingungen klar. 2019 haben auf dieser Grundlage die Kirchenvorstände unserer Kirchgemeinden beschlossen, das Kirchspiel Geithainer Land zu erweitern. Zum 1. Januar 2020 wird dieses vergrößerte Kirchspiel nach insgesamt fast fünf Jahren Vorlaufzeit Wirklichkeit. Wird damit nun alles anders? Fragen und Antworten zum Kirchspiel:

Wird jetzt alles anders?

JEIN.

Ja, denn es wird immer alles anders. Derzeit scheint sich zwar vieles schneller zu ändern, als es früher der Fall war, aber Kirche und Kirchgemeinden waren den Veränderungen in der Welt und der Gesellschaft noch nie entzogen.

Nein, denn die handelnden Personen werden um Mitternacht am 1. Januar keine anderen. Niemand verliert in unserem Kirchspiel seine Arbeit, weil Stellen gekürzt werden. Die Kantoren, Gemeindepädagog*innen und Pfarrer werden ja nicht zu anderen Menschen, weil sie ab Januar alle beim Kirchspiel angestellt sind. Auch der Bereich, in dem wir schon jetzt gemeinsam Dienst tun, ändert sich nicht.

Aber natürlich wird es im Laufe der Zeit Veränderungen geben: Stellenwechsel, Ruhestände, Ehrenamtliche, die neue Aufgaben übernehmen oder ihre jetzigen Aufgaben auf- oder an die nächste Generation weitergeben. Weg- und Zuzüge, Todesfälle und Taufen: Alles das wird das Gesicht unserer Gemeinden verändern. Das hat aber nichts mit dem Kirchspiel zu tun, so ist das Leben.

Gibt es meine Kirchgemeinde noch?

JA. Im Kirchspiel bleiben die bisherigen Kirchgemeinden erhalten. Das Kirchspiel als eine Art Genossenschaft von Kirchgemeinden übernimmt verschiedene Funktionen der Kirchgemeinden. Es organisiert ihre Zusammenarbeit und der Kirchenvorstand des Kirchspiels vertritt die Gemeinden im Rechtsverkehr nach außen. Alle Kirchgemeinden im Kirchspiel bleiben aber als rechtliche Größe erhalten.

Was geschieht mit den Kirchenvorständen?

Die bisherigen Kirchenvorstände werden zum 1. Januar zu Ortskirchenvorständen, im Kirchenamtsdeutsch heißen sie Kirchgemeindevertretungen. Sie werden auch weiterhin die Geschicke der Kirchgemeinden vor Ort im Blick und zu organisieren haben, denn was jeweils anliegt und für die Ortsgemeinde wichtig ist, kann der Kirchspiel-KV nicht wissen, wenn es ihm niemand sagt.

Wie sind die Kirchgemeinden im Kirchspiel-KV vertreten?

Dem Kirchenvorstand des Kirchspiels werden die Pfarrer und mindestens ein Vertreter aus jeder Kirchgemeinde angehören. Die derzeitigen Kirchenvorstände haben ihre Vertreter in den vergangenen Wochen bestimmt. Die landeskirchliche Gesetzgebung beschränkt die Gesamtzahl der Mitglieder des Kirchenvorstands auf 16 plus Pfarrerinnen und Pfarrer. Außerdem gilt, dass jede Kirchgemeinde einen Vertreter haben soll. Gemeinde ist hier aber nicht gleich Kirchort. Tautenhain-Ebersbach-Nauenhain, Syhra-Niedergräfenhain-Ossa und Lunzenau sind jeweils eine Gemeinde mit drei Kirchorten, Geithain-Wickershain ist eine Gemeinde mit zwei Kirchorten. Da wir insgesamt 13 Kirchgemeinden und 20 Kirchorte im Kirchspiel haben, kann bei maximal 16 Kirchenvorstehern ohnehin nicht jeder Kirchort ein Mitglied im Kirchspiel-KV stellen. Wir haben uns darauf geeinigt, dass aus den Kirchorten, die kein stimmberechtigtes Mitglied im Kirchspiel-KV haben werden, jeweils eine Vertreterin oder ein Vertreter als ständiger Gast an den Sitzungen teilnehmen kann – zwar ohne Stimmrecht, das geben die Gesetze nicht her, aber mit Rederecht, damit jeder Ort mit am Tisch sitzt und gehört werden kann.

Wann werden neue Kirchenvorstände gewählt?

Im kommenden September werden in der gesamten Landeskirche die Kirchenvorstände und Kirchgemeindevertretungen für sechs Jahre neu gewählt bzw. bestimmt. Wie das in unserem Kirchspiel genau geschehen soll, wird in einem Ortsgesetz geregelt, dass spätestens im März beschlossen werden muss.

Wer ist denn nun „mein“ Pfarrer?

Alle Pfarrerinnen oder Pfarrer, die in einem Kirchspiel Dienst tun, sind Pfarrer bzw. Pfarrerinnen des ganzen Kirchspiels und tragen für das gesamte Kirchspiel Verantwortung. Schon aus praktischen Gründen ist es aber notwendig zu regeln, wie die gemeinsame Arbeit aufgeteilt wird. Dafür wird es im Kirchspiel sogenannte Seelsorgebezirke geben: Jeder Pfarrerin oder jedem Pfarrer wird ein Bereich zugeordnet, für den sie/er in besonderer Weise zuständig ist. In größeren Städten würde man diese Zuordnung straßenweise durchführen, bei uns auf dem Land ist es sinnvoll, jeweils Gemeinden oder Kirchorte zusammenzufassen. Außerdem sollte der Pfarrer möglichst in seinem Seelsorgebezirk wohnen. Sie werden also auch künftig wissen, wer „ihr“ Pfarrer ist.

Wie werden die Seelsorgebezirke aussehen?

Hier wird nun tatsächlich manches anders. Unser Kirchspiel wird vier Pfarrstellen haben, von denen derzeit drei besetzt sind. Vor dem Weggang von Pfarrer Dr. Wiegand aus Langenlauba-Oberhain und dem Ruhestand von Pfarrer Flessing in Lunzenau waren im Bereich des Kirchspiels fünf Pfarrer tätig, unter dem Strich fällt also eine Pfarrstelle weg (was auch ohne die Kirchspielgründung geschehen wäre). Wenn man nicht einer Pfarrstelle zwei komplette bisherige Bereiche zuordnen möchte, was die Zuständigkeiten sehr ungleich verteilen würde, werden die Seelsorgebezirke nicht immer die alten Verbindungen abbilden können. Bei den Überlegungen, wie sinnvolle Seelsorgebezirke im Kirchspiel aussehend könnten, waren folgende Punkte leitend:

  • die Gemeindegliederzahlen der Seelsorgebezirke sollen vergleichbar sein
  • bestehende Kirchgemeinden (TEN, SNO, Lunzenau, Geithain-Wickershain) sollen nicht auf unterschiedliche Bezirken aufgeteilt werden
  • soweit möglich soll kein Seelsorgebezirk mehr als sechs Kirchorte umfassen.

Außerdem müssen wir berücksichtigen, dass mit der Pfarrstelle in Geithain die sogenannte Pfarramtsleitung, also ein großer Teil der Verwaltungsarbeit im Kirchspiel verbunden sein wird und Geithain-Wickershain mit Abstand die größte Gemeinde im Kirchspiel ist.

Daraus ergibt sich folgende Planung:

  • Seelsorgebezirk I (Helbig): Geithain-Wickershain, Jahnshain
  • Seelsorgebezirk II (Petry): Tautenhain, Ebersbach, Nauenhain, Frankenhain, Frauendorf, Hopfgarten
  • Seelsorgebezirk III (derzeit vakant): Lunzenau (mit Rochsburg und Hohenkirchen), Obergräfenhain, Oberelsdorf
  • Seelsorgebezirk IV (Möller): Langenleuba-Oberhain, Niedersteinbach, Syhra, Niedergräfenhain, Ossa, Rathendorf

Rathendorf und SNO zusammenzunehmen bietet sich an, weil sich dann beide Kindergärten in einem Seelsorgebezirk befinden. Mit Blick auf die Zukunft sind alle Bezirke ohnehin nicht in Stein gemeißelt. Sofern Planungen und Prognosen einigermaßen eintreffen, wird es früher oder später notwendig werden, die Seelsorgebezirke gemeinsam mit Frohburg, Kohren-Sahlis, Prießnitz und Wyhratal (und allen Orten, die jeweils dazugehören) neu zu organisieren.

 

1. Seelsorgebezirk Geithain – Pfarrer Markus Helbig

Dazu gehören die Kirchgemeinden:

  • Geithain-Wickershain
  • Jahnshain

 

2. Seelsorgebezrik Tautenhain – Pfarrer Dr. Sven Petry

Dazu gehören die Kirchgemeinden:

  • Tautenhain-Ebersbach-Nauenhain
  • Frauendorf
  • Hopfgarten
  • Frankenhain

 

3. Seelsorgebezirk Langenleuba-Oberhain / Syhra – Pfarrer Johannes Möller

Dazu gehören die Kirchgemeinden:

  • Syhra-Niedergräfenhain-Ossa
  • Rathendorf
  • Langenleuba-Oberhain
  • Niedersteinbach

 

4. Seelsorgebezirk Lunzenau – vakant: offizieller Vakanzvertreter. Pfarrer Markus Helbig

Dazu gehören die Kirchgemeinden:

  • Lunzenau-Hohenkirchen-Rochsburg
  • Obergräfenhain
  • Oberelsdorf

 

  1. Geithain-Wickershain mit Jahnshain – Pfarramtsleitung vom großen 20iger Kirchspiel – Pfarrer Markus Helbig
  2. Lunzenau-Rochsburg-Hohenkirchen mit Oberelsdorf und Obergräfenhain – Betreuung der Evagelischen Oberschule – Pfarrstelle vakant, soll ausgeschrieben werden.
  3. Langenleuba-Oberhain mit Niedersteinbach, Rathendorf und Syhra-Niedergräfenhain-Ossa – Betreuung der beiden Evangelischen Kindergärten Rathendorf und Niedergräfenhain – Pfarrer Johannes Möller, Dienstsitz bis auf Weiteres im Pfarrhaus Syhra
  4. Tautenhain-Ebersbach-Nauenhain und Hopfgarten, Frauendorf und Frankenhain – Mitarbeit beim Kirchlichen Fernunterricht (KFU) – Pfarrer Dr. Sven Petry

 

Hier einmal die einzelnen ehemaligen Kirchgemeinde in ihren Grenzen.

 

In einem zweiten Schritt wird wahrscheinlich das Kirchspiel Geithainer Land – ca. 2025 dann mit einem weiteren Kirchengebiet um Frohburg, Kohren-Sahlis, Prießnitz usw. mit weiteren 19 Kirchen fusionieren.